„Der große Umzug steht bevor“

Was auf die Mitarbeiter von ERF Medien zukommt.
Umzug

ERF Medien baut ein neues digitales Medienhaus: Das alte Gebäude ist baulich und technisch nicht mehr auf dem Stand für eine baurechtliche Weiterführung. Ende 2020 soll das neue Medienhaus fertig sein. Ein großes Projekt steht bevor. Das hat natürlich Konsequenzen für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und den Betrieb von ERF Medien. Was heißt das konkret? Darüber habe ich mit dem Architekt für das Bauprojekt ERF 2020 gesprochen: Robert Bittel.

Jessica Bleyl: Was genau ist deine Aufgabe bezüglich des Bauprojekts ERF 2020?

Robert Bittel: Ich kümmere mich als „interner“ Architekt um alle Belange bezüglich des Neubaus. Das heißt, dass ich zum einen in engem Kontakt mit anderen Architekten, Fachingenieuren und Behörden stehe. Später dann auch mit den Baufirmen. Außerdem bin ich dafür zuständig, Informationen bezüglich des Baus einzuholen und diese an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der einzelnen Fachbereiche von ERF Medien weiterzugeben. Vor allem unterstütze ich die Bereiche Marketing und Kommunikation sowie die Spenderbetreuung.

Jessica Bleyl: Wann geht es offiziell los mit dem Bau des neuen Medienhauses?

Robert Bittel: Mitte 2019 wird es ernst: Ab Juli wird der Gebäudeteil C sowie das TV-Studio abgerissen. Ab Ende August wird dann die Baugrube ausgehoben und es wird mit den Fundamenten für den Neubau begonnen. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von ERF Medien werden für ein bis eineinhalb Jahre ihre Arbeit im sogenannten Interimsbetrieb fortführen.

Robert Bittel wurde 1960 in Bingen am Rhein geboren. Nach dem Studium der Architektur an der TH Darmstadt arbeitete er ab 1990 als Projektleiter in einigen Architekturbüros in Darmstadt und Frankfurt. 2005 hat er sich als Architekt selbständig gemacht. Seit 15. April 2018 ist er bei ERF Medien als interner Architekt des Neubauprojekts ERF 2020 tätig.

Jessica Bleyl: Was bedeutet Interimsbetrieb?

Robert Bittel: Der Interimsbetrieb ist eine Übergangsregelung, die die Arbeitsprozesse während des Baus betrifft. Dieser beginnt, wenn Gebäudeteil C abgerissen wird bis zum Umzug in den Neubau. Das bringt natürlich einige Veränderungen und Einschränkungen mit sich. Sowohl für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen persönlich als auch für den Betrieb.

Jessica Bleyl: Was heißt das konkret?

Robert Bittel: Das heißt zum Beispiel, dass unsere TV-Studioproduktion in dieser Zeit nach Alsbach-Hähnlein (Nähe Darmstadt) in das TV-Studio von „Stimme der Hoffnung“ ziehen wird.

Außerdem müssen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die aktuell noch in Gebäudeteil C des Hauses arbeiten, in die Gebäudeteile A und B umziehen. Einige wenige werden auch für eine Weile in Bürocontainer ziehen müssen.

Jessica Bleyl: Worin werden die Herausforderungen für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bestehen?

Robert Bittel: Wir versuchen Unannehmlichkeiten während des Interimsbetriebs natürlich so gering wie möglich zu halten. Bei einem solch großen Projekt werden uns dennoch manche Einschränkungen nicht erspart bleiben. Das bedeutet für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Bereichs TV/Bewegtbild zum Beispiel, dass sie längere Fahrzeiten zum TV-Studio von „Stimme der Hoffnung“ zurücklegen müssen. Dazu kommen manchmal Übernachtungen vor Ort.

Auch die Umzüge von einem Gebäudeteil in den anderen werden für die jeweiligen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Herausforderungen mit sich bringen. Sie haben zum Teil kleinere Büros und demnach weniger Platz zur Verfügung. Dies wird auch auf Ebene des Vorstands und der Bereichsleiter der Fall sein. Soweit wie möglich sollen Mitarbeiter, die im Team zusammen arbeiten müssen, auch weiterhin möglichst nah beieinander sitzen. Das wird in der Planung herausfordernd, ein bisschen wie bei einem Puzzlespiel, aber wir werden es lösen.

Darüber hinaus wird die Baustelle zwischenzeitlich zur Lärmbelästigung werden und den Betrieb hier und da stören. Außerdem müssen wir für die Mitarbeiterparkplätze in Abstimmung mit der Stadt Wetzlar Ersatzflächen suchen.

Jessica Bleyl: Wie siehst du diesen Herausforderungen entgegen?

Klar ist, dass Veränderungen immer mit gewissen Schwierigkeiten verbunden sind. Ich glaube dennoch, dass auch nach dem engeren Zusammenrücken der Mitarbeiter die Arbeitsverhältnisse noch gut sein werden. Vor allem bin ich der Überzeugung, dass sich der Aufwand am Ende lohnen wird. Wir werden ein schönes, neues Medienhaus haben, das wir dann bestimmt auch nicht mehr missen wollen.

Kommentare (2)

Es ist für jeden Leser sicherlich verständlich, dass wenn von „den Mitarbeitern“ bzw. „die Mitarbeiter“ die Rede ist, dass damit nicht ausschließlich männliche Mitarbeiter gemeint sind, sondern auch weibliche Mitarbeiter. Also macht es euch nicht allzu schwer und lasst das ewige „und -innen“ weg. Das ist für alle Leser leichter und schneller zu lesen, und sie wissen, dass damit alle Geschlechter gemeint sind. Ihre Leser sind ja nicht blöd. Sonst müsstet ihr konsequenterweise auch die Fachbereichsleiterinnen, Ingenieurinnen, Mitarbeiterinnenparkplätze und Bereichsleiterinnen erwähnen. Und in einem anderen Artikel die Deutschen und Deutschinnen. 🙂

Vielen Dank für den Hinweis. Wir werden darauf achten, in Zukunft geschlechtsneutral zu formulieren. Denn es gibt viele Frauen, die sich durch den Begriff Mitarbeiter explizit ausgeschlossen fühlen.

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